Hoffen, dass der Schulbus nicht fährt von Stefan Schade

Wohl eher hoffen, dass das Buch bald zu Ende ist...
Wohl eher hoffen, dass das Buch bald zu Ende ist...

Rezension


Hoffen, dass der Schulbus nicht fährt // Stefan Schade // Heyne Verlag // 2017 // 176 Seiten // TB




Wie man mit ein paar schlechten Handybildern ein Buch veröffentlichen kann



Vom Bloggerportal habe ich das Buch (oder eher Bildband) „Hoffen, dass der Schulbus nicht fährt – die schönsten Dorfkindmomente“ geschickt bekommen. Von Autor Stefan Schade ist außerdem „Dinge, die ein Dorfkind nicht sagt“ erhältlich.


Inhalt:


Das Taschenbuch ist im Grunde ein kleiner Bildband. Jede Seite zeigt ein Bild mit einem meist witzigen Spruch. 

Das Thema ist klar: Diese Momente, die nur Dorfkinder kennen. Natürlich habe ich für euch auch Beispielbilder: ein Bild, das ich besonders schlecht fand, aber auch eins, das ich schön fand (Bilder unten)



Meinung & Details:


Als Kleinstadt-Kind, dass mitten zwischen den Feldern und Bergen des schönen Sauerlandes aufgewachsen ist, und ihre halbe Jugend auf Schützenfesten verbracht hat, habe ich mich auf das Buch gefreut. Zumal ich im Internet schon den ein oder anderen witzigen Spruch aus „Was ein Dorfkind nicht sagt“ kannte. 

Allerdings wurde ich schwer enttäuscht. Die Bilder sind, ich kann es nicht anders sagen, schlecht. Bis auf wenige Ausnahmen erinnern die Fotos einfach an ein paar schlecht beleuchtete Handybilder. Es wirkt, als hätte der Autor fix innerhalb einer Woche im Heimatort ein paar Fotos geschossen, um das Buch schnell zu veröffentlichen. 

Ein paar Sprüche sind witzig oder schön, aber meistens wiederholt sich der Inhalt, es wird nur etwas anders formuliert, es ist im Großen und Ganzen unkreativ. Viele Sätze wollen verzweifelt witzig wirken, sind es aber für mich nicht.

Was mich wohl am allermeisten gestört hat, ist der ständige Bezug auf Alkohol. Ich selbst trinke überhaupt keinen Alkohol und bin auch kein großer Freund von Besäufnissen und ausufernden Partys. Das Buch erweckt allerdings den Eindruck, als gehöre das zu einem „richtigen Dorfkind“. 

Es gibt auch viele Momente, die wohl nicht nur ein absolutes Dorfkind, sondern fast jeder kennt. Es ist ja nicht so, als wären alle „Stadtmenschen“ blöd oder würden nie ihr Haus verlassen.


Fazit:


Für mich, bis jetzt, das schlechteste Buch des Jahres. Es kostet 10 Euro, und die würde ich absolut nicht dafür ausgeben.