Agarax

Rezension

Agarax – Der Hexenfluch // Leo Aldan // Neopubli // 296 Seiten // 12. Juli 2016 // TB 12,99 Euro – Ebook – 4,99 Euro



🌟🌟🌟🌟⭐

3,5 von 5 Sternen




„Wenn's am Devil's Gate rauch, stirbt einer...“



Ein Mörder, oder doch ein Fluch?

Krimi vs. Fantasy!


Das zweite Buch von Leo Aldan, dass mir freundlicherweise vom Autor selbst zur Verfügung gestellt wurde.



Inhalt: 



Jeff fährt kurz vor seinem 28. Geburtstag in seinen Heimatort, ein Dorf im amerikanischen Hinterland. Denn sein Vater ist mit 28 gestorben, genau wie sein Großvater. Jeff möchte dem auf die Spur gehen. Gibt es vielleicht eine unentdeckte Erbkrankheit? 

In seinem alten Zuhause wohnen, von seinem Freund aus Kinderagen abgesehen, nur Hillbillys, die von Flüchen, Damönen und Hexen quatschen. Als Wissenschaftler tut er das alles natürlich als Schwachsinn ab. 

Doch dann geschehen grausame Morde, und sogar Jeff muss einsehen, dass es Dinge gibt, die man nicht erklären kann, während sein Geburtstag immer näher rückt.

Während die Polizei ihn bittet, während der Untersuchungen vor Ort zu bleiben, trifft Jeff auf seine Jugendliebe Nikki, aus der nun eine schöne, wenn auch seltsame, Frau geworden ist. 


Wird er dem Täter auf die Spur kommen? Oder steht der Ort tatsächlich unter einem Fluch, gegen den Jeff machtlos ist? 




Meinung & Details: 


Die Erzählperspektive wechselt zwischen Jeff, dem nüchternen, ernsten und auch etwas arrogantem Wissenschatler und seiner Jugendfreundin Nikki, die esoterisch veranlagt ist.

Beide kehren aus ihren eigenen Gründen nach Pine Dale, ihrem Heimatort, zurück. Ein typisches amerikanisches Dorf, in dem jeder jeden kennt, und der vor Rednecks, Cowboys und Abergläubigen wimmelt. Weitere Charaktere sind der örtliche Pfarrer, Jeffs Freund Brian und die Einwohner von Pine Dale.

Der Erzählstil ist flüssig und bildlich, aber auch rau. Dieser herbe Ton trifft aber sehr gut die leichte Western-Stimmung, die anfangs herrscht. 

Das Buch ist im Grunde in zwei Teile aufgeteilt, und das E-Book gibt es mittlerweile auch als Zwei-Teiler. 

Die erste Hälfte widmet sich natürlich der Einführung und Erklärung, als auch dem Krimi-Element. Teilweise war es wirklich spannend und ich konnte mich ein wenig gruseln.

Im zweiten Teil kommt dann der Fantasy-Part. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass es sehr abgedreht werden könnte. Dies wurde aber nicht bestätigt. Eine solide Geschichte, eine selbst erdachte Welt, die aber Elemente unserer Realität aufgreift. Geschickt erzählt. Mir als Fantasy-Fan hat es echt gefallen.


Allerdings finde ich, obwohl mir beide Teile für sich stehend gut gefallen haben, dass sie miteinander eher wenig zu tun haben. Viele Charaktere vom Beginn, von den Protagonisten abgesehen, werden hinterher gar nicht mehr oder nur sporadisch aufgegriffen.

Sowohl der Schauplatz, als auch die Figuren, ebenso fast das Genre, ändern sich. Dennoch ist Part1 wichtig, um Part2 überhaupt zu verstehen.


Zusatz:


Mir sind in diesem Band viele Parallelen zu Leo Aldans „Squids“ aufgefallen. Der Schreibstil natürlich. Aber auch der Charakter und die Beziehung der Protagonisten, die Schauplätze und auch die Tatsache, dass die Story quasi in zwei Teile gespalten ist.



Cover: 


Das Cover ist treffend, hätte mir allerdings ohne die überschminkten Augen besser gefallen. Dadurch wirkt das Buch ein wenig wie ein B-Movie, was dem Inhalt gar nicht gerecht wird. 



Zitat:


„Und dann erschien Nikki vor seinem inneren Auge, wie sie als Kind Blüten fliegen ließ, wie sie ihm in Williamstown mit ihrem engen Rock und High Heels entgegenkam, wie sie zu ihrem Gesang tanzte. Und dann verblasste alles. Die Realität starb. Sie ist nur in deinem Kopf, wisperte eine Erinnerung.“



Fazit:


Das Buch hat mir grundsätzlich gefallen. Es hat sowohl spannende als auch fantastische Elemente und ich wollte wissen, wie es weiter geht! Wer Krimis und Fantasy mag, sollte unbedingt reinschauen.

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