Die Sache mit der Werbung

Die Sache mit der Werbung





Ein erstes Fazit zum Thema Werbung & DSGVO

und ein kleiner Einblick in die Arbeit mit Kooperationen




DSGVO 


Eines der größten Blogger-Themen dieses Jahr war wohl die neue Datenschutzgrundverordnung – kurz DSGVO. 


Im Grunde ist diese DSGVO eine gute Sache. Sie möchte den Konsumenten einfach schützen und es Unternehmen schwerer machen, Schindluder mit den privaten Daten zu treiben. Die großen Firmen mussten also alle ihre Datenschutzerklärungen und teilweise Allgemeine Geschäftsbedingen überarbeiten. Soweit so gut. Jetzt kommt das große ABER.


Diese ganzen neuen Gesetze gelten auch für mich als kleinen Blogger. Sobald ich im Netz unterwegs bin, eine Website/Blog o.ä. habe. 

Dies gilt auch, wenn ich meine Seite über jemand anderen Betreibe, zB. Jumdo, blogspot usw. 

Auch, wenn ich nur eine leere weiße Seite hätte. Ich bin dafür verantwortlich, ich hafte dafür.


Ein großes AHHH und OH GOTT ging durch die Social Media Reihen. Einige löschten sogar ihre Blogs vor lauter Angst, bei einem Fehler strafrechtlich verfolgt zu werden.

Fachleute wurden für viel Geld beauftragt, einen Haftungsausschluss zu verfassen.


Und jetzt?


Ich habe meinen Blog behalten. Schon allein weil ich mir von so etwas meinen Traum nicht kaputt machen lasse. Und dafür ist es ja auch gar nicht da.

Natürlich habe ich mich damit befasst. Google war mir hier Freund und Helfer.

Als Privatperson, die nicht mal Gewinn hiermit erzielt, ganz schön viel Arbeit- aber so what.



Werbung in Social Media


Kurz nach dem ganzen Wirrwarr kam ein weiterer großer Aufruhr- zB bei Instagram.


Auch Instagram und Facebook mussten mitziehen, und ihr Regelwerk erweitern. Nun möchte Instagram, dass gewerbliche Profile deutlich erkennbar sind. Auch hier – soweit nicht übel. Nun kann ich ja eigentlich mit Fug und Recht behaupten, dass ich kein Gewerbe betreibe und kein Geld damit verdiene. Die Sache ist geritzt – oder??


Haha. Noch lange nicht.


JEDE WERBUNG soll markiert werden. Ähm ja. Das geht soweit, dass viele einfach alles markieren. Angeblich gab es erste Abmahnungen mit hohen Summen, für Leute die dies nicht beherzigt haben. Panisches Markieren begann. Dann wurden aber Profile teilweise lahmgelegt, weil Insta das dann auch wieder komisch vorkam. 


Ich sage euch jetzt mal, wie ich das handhabe.


Ich mache zu Beginn mit einem oder zwei Hashtags deutlich, ob hier Werbung im Spiel ist. Die ist es zB. eindeutig bei Rezensionsexemplaren.

Ich bekomme für die Rezension an sich zwar kein Geld, aber das Buch selbst wird mir zur Verfügung gestellt. Auch bei Produkten, die ich geschenkt bekomme, ist das der Fall.

So seht ihr direkt, ob ihr einfach eine Marke erkennt, ein hübsches Foto mit zufällig einer Ikea-Blume .... oder ob ich ganz direkt etwas „bewerbe“. 

Ein kleines Zwischending ist, wenn ich euch gezielt etwas über ein Produkt erzähle (z.B. Shampoo), auch meine Meinung kundgebe, ich das aber selbst bezahlt habe – Hashtag Selbstgekauft. Aber Werbung ist nicht zwangsläufig positiv- und da gehe ich jetzt noch etwas genauer drauf ein.



Objektivität & ehrliche Meinung



Als Leser stellt sich oft die Frage:


„Wenn die das Buch/Produkt geschenkt bekommt, sagt sie dann auch, wenn's schlecht ist?“


In meinem Fall kann ich das mit einem ganz klaren JA beantworten. 


Gefällt mir ein Buch oder Film oder Produkt oder was auch immer nicht, sage ich das ehrlich. Warum sollte ich lügen? 

Den Autoren tue ich damit keinen Gefallen. Die meisten sind sehr dankbar, da sie dann Fehler ausmerzen oder sich schlicht verbessern können. 

Außerdem habe ich meinen Lesern gegenüber eine Verantwortung. 

Mal ganz davon ab dass ich einfach viel zu ehrlich bin, um rum zulügen. Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich auch negatives erwähne. Und wer mich persönlich kennt, weiß, dass das auch privat der Fall ist. 


(Andere ernstzunehmende Blogger verfahren übrigens ebenso.)


Das heißt aber NICHT, dass ich etwas unkonstruktiv runterputze. 

Hinter Büchern beispielsweise steckt eine Menge Arbeit. Monatelange, wenn nicht jahrelange Planung, Herzblut, Zeit und manchmal auch Geld. Das respektiere ich in jedem Fall und versuche konstruktiv Negatives und Positives zu sehen. 

Ich schreibe den Autoren vorher immer persönlich, wie ich das Buch fand, bevor sie anonym eine Bewertung um die Ohren geklatscht bekommen.


Bin ich also komplett objektiv?


Definititv NEIN.


Zum einen bin ich nur ein Mensch, will heißen, ich mache Fehler, habe Emotionen, Vorlieben und entwickle Sympathien. Allein deswegen bin ich schon nicht 100% objektiv.


Zum anderen arbeite ich oft länger und enger mit Autoren oder Verlagen usw. zusammen. Bestes Beispiel sind hierfür die Kolibris. Mit jedem stehe ich in Kontakt und bekomme im Bloggernest natürlich einiges mit.

Ich mag die Mädels, und selbstverständlich hype ich dann ein neues Buch, selbst wenn ich es noch nicht mal gelesen habe. Weil ich mich einfach freue und gespannt bin und den Ladys gerne helfe. Trotzdem versuche ich auch den Kolibris zu sagen, wenn mir etwas nicht gefällt. 


Als Fan ist es doch ähnlich, oder? Harry Potter, The Walking Dead, Marvel – wir freuen uns auf neue Staffeln, Filme, Bücher und Merch. Auch wenn wir vorher nicht unbedingt wissen, ob es unseren Erwartungen entspricht. 


Das macht das Fan sein aus. Und auch das Bloggen.


Passion.

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