Firefly - Glühwürmchennächte

Rezension 


Firefly: Glühwürmchennächte // Julia Dibbern // Ink Rebels // 270 Seiten // 11. Oktober 2018 // TB 13,00 Euro – Ebook 3,99 Euro


🌟🌟🌟🌟⭐

3,5 von 5 Sternen




Ein schöner Young-Adult Roman mit ernstem Hintergrund




Als „Rebellen-Blogger“ hatte ich die Ehre, den neusten Schatz aus dem Hause INK REBELS Vorablesen zu dürfen. Worum es geht und wie es mir gefallen hat, lest ihr hier!




Inhalt:


Lia's Leben ist sortiert. Sie paukt für ihr Abi, kümmert sich um ihre Geschwister, hat einen Freund, eine beste Freundin. Sie lebt luxuriös und sorglos. 

Dann kommt ein Neuer an die Schule: Silvan. Silvan ist verschlossen und sogar etwas merkwürdig, aber er zieht Lia in seinen Bann.

Er zeigt Lia eine Welt, die sie noch nicht kannte. Einen Wald voller Faszination, Nächte voller Glühwürmchen. Er zeigt ihr, was wirklich wichtig ist. 

Lia fängt an, ihr ganzes Leben zu hinterfragen. Sogar ihre Gefühle zu ihrem Freund. 

Aber gerade als Lia ihr Leben auf den Kopf stellt, findet sie heraus, dass Silvan ein Geheimnis verbirgt. Ein Geheimnis so finster wie die Nächte im Wald.

Doch ist es so, wie es scheint? Wieso redet Silvan nicht darüber? Wäre er wirklich in der Lage, so etwas zu tun?



Meinung & Details:


Die Geschichte wird aus Lias Sicht erzählt. Anfangs werden alle Nebenfiguren eingeführt: Lias Familie, Freunde und Freund. Die Schauplätze sind hierfür zum großen Teil typisch: Das Zuhause, die Schule etc. Nur ein Schauplatz und ein Charakter weicht von allem ab: Silvan und der Wald.

Doch dieser starke Kontrast ist gewollt. Silvan passt nirgendwo rein und zeigt Lia ja schließlich etwas außerhalb ihrer gewohnten Komfortzone.

Zu Beginn scheint die Beziehung zu Silvan erst keine romantische Note zu haben, was sich aber ändert und so die Höhen und Tiefen der Story in Gang bringt.

Von der Liebe abgesehen finden sich noch andere wichtige Themen in diesem Young-Adult-Roman. Zum Beispiel Lia's Beziehung zu ihren Eltern, die so kalt ist. Die ganze Verantwortung, die durch das ständige Aufpassen auf die Geschwister auf sie abgewälzt wird. Die fehlende Freiheit, die ihr ihre Eltern nicht zugestehen wollen. Der Druck, ein tolles Abi abzuliefern. Und dann auch noch das „erste Mal“. Lia verändert sich in dieser Zeit extrem und man spürt regelrecht wie sie innerlich zerrissen wird zwischen den ganzen Gefühlen und Ideen. Es erinnerte mich sehr an meine erste Beziehung und an einen Umbruch, den viele nach der Pubertät durchmachen. Wenn man rausfíndet, was man eigentlich will und wer man ist.


Über Silvan erfährt man zaghaft Stück für Stück mehr. Z.B. warum er so viel Zeit im Wald verbringt. Er ist eben ein zurückhaltender Charakter. 


Ich hätte mir hier und im allgemeinen aber mehr Tempo gewünscht. Ich finde, die Geschichte zieht sich etwas und lässt den Leser zu lange warten und rätseln.

Das große „Geheimnis“ zB. wird zwar immer und immer wieder angeschnitten, aber erst sehr spät wirklich thematisiert. Dabei ist das Thema wirklich wichtig und interessant umgesetzt. 

Der Schreibtstil war für mich neu, da es der erste Roman dieser Autorin für mich war. Sie schreibt sehr detailliert, was einem einerseits manchmal alles genau vor Augen führt. An den unwichtigeren Stellen holt sie meiner Meinung nach aber manchmal zu weit aus. 



Cover: 


Das Cover ist sehr schön und treffend. 

Leider fällt der Untertitel und der Autor, im Gegensatz zum Titel, vor dem Hintergrund nicht genügend auf. 



Zitat:


Vielleicht hätte ich den Jungen aus dem Wald vergesen, mein Herz wäre nicht verwundet und zerbrochen worden, und alles wäre einfach so weitergegangen wie immer.

Aber vielleicht hätte ich dann nie gelernt, was Freheit heißt, trotz allem.


Fazit:


Ein schöner, vielfältiger Roman über das Erwachsenwerden und über ein ernstes Thema im Twist. 

Trotz der ein oder anderen nicht so spannenden Stelle, lohnt sich hier ein Blick rein.

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