Herz über Board 2

Rezension


Herz über Board 2 – Mein Winter mit Lin // Sina Müller // Amrun Verlag // 404 Seiten // 10. November 2018 // TB 12,90 – Ebook 4,99


🌟🌟🌟🌟⭐

4 von 5 Sternen





Die Liebesgeschichte zwischen Lin und Jonah geht endlich weiter!




Der erste Teil von Herz über Board ist ein romantischer Sommerroman. Und jetzt geht es mit den Beiden Turteltäubchen endlich weiter – passend zum Winter in weihnachtlicher Stimmung. Den zweiten Teil durfte ich vorablesen – und meine Meinung lest ihr hier.



Inhalt: 


Winter. Nach dem romantischen Sommer auf Sardinien treffen sich Lin und Jonah endlich wieder und wollen Weihnachten zusammen verbringen. Dafür wollen sie ihre Freunde aus dem Aquamarina in den Bergen besuchen. Doch schon bevor sie überhaupt losfahren, wirft die Vergangenheit ihre Schatten über die Beiden. Dabei sollte doch alles so harmonisch laufen! Und wenn die Vergangenheit und die Gegenwart schon so schwierig sind...

können sie dann überhaupt eine Zukunft haben?

Oder war die große Liebe nichts weiter als ein vergänglicher Sommerflirt?



Meinung & Details:


Die Geschichte wird in abwechselnden Perspektiven geschrieben. Mal Lin, mal Jonah. Was auch Sinn macht, da der Leser so bei kleinen Geheimnissen einen wichtigen Wissensvorsprung hat. Außerdem gibt es zwischendurch kurze Rückblicke auf den Sommer in Sardinien, was auch ganz schön, da so Teil Eins nochmal etwas aufgefrischt wird.


Schauplatz ist am Anfang Hamburg, wo Lin gerade wohnt und arbeitet. Hier werden auch neue Charaktere eingeführt, u.a. Jimmy, Lins Mitbewohner. Allerdings wurde ich mit dieser Figur nicht so warm – er war mir viel zu aufdringlich und spielte später im Buch keine große Rolle mehr. Auch David, Lins untreuer Ex, und eine Freundin kommt vor. Auch diese Beiden sind fast nur zu Beginn präsent. 

Lin und Jonah wollen dann aber in die Berge, und so wird man während des Buches ein wenig Roadtrip – mässig durch verschiedene Stationen und Situationen geführt. U.a. lernt man die Familien und Heimatstädte unserer beiden Protagonisten besser kennen, was mir sehr gefallen hat.

Zu guter Letzt kommen beide im Schnee an und treffen hier auf Lola und Paolo. Die beiden mag ich so gerne und hab mich sehr gefreut, beide Charaktere in diesem Band wieder zu treffen. Ich durfte mit den Beiden sogar ein Interview führen ;)

Wenn man so will, ist das Buch dadurch ein bisschen in drei Stücke geteilt. 


Desto weiter die Story fortschritt, desto wohler fühlte ich mich beim Lesen.

Die Nebenfiguren vom Anfang ließ ich hinter mir, und auch das kalte Hamburg, und Weihnachten und der Schnee rückten näher und auch die Entwicklung der Figuren kamen weiter voran. 

Was das angeht, ist der zweite Band viel emotionaler, tiefer und familiärer als der erste.

Ich war beeindruckt, wie die Autorin aus dem Sommerflirt eine so komplexe Beziehung gestaltete und man die Protagonisten immer besser kennen lernte.


Allerdings muss ich sagen, dass die kleinen Geheimnisse, die ich bereits ansprach, zu lange in der Luft hängen. Ich hätte die Hauptcharaktere nicht selten gerne geschüttelt. Einerseits macht das den Charme aus, andererseits war es mir auch zu langgezogen und unrealistisch mit dieser ewigen Geheimniskrämerei.


Es gab einige Stellen, an denen die Autorin bestimmte Redewendungen oder Wörter wiederholt. 



Cover:


Das Cover des ersten Teils wurde wieder aufgegriffen und es gefällt mir verdammt gut. Ich liebe die Farben, ich mag die kreative Gestaltung, dass man nur die Beine sieht. Diie Schrift ist toll... es passt einfach perfekt! Außerdem spricht es an, ohne zu knallig oder aufdringlich zu sein.



Zitat:


Niemals wieder würde ich einen Sonnenaufgang betrachten können, ohne an diesen Sommer zurückzudenken. Vielleicht würde ich irgendwann einmal nicht mehr in Tränen ausbrechen. Vielleicht würde es mir in hundert Jahren ein leises Lächeln aufs Gesicht zaubern. Dann, wenn der Schmerz vergangen war, wenn die Zeit ihre Finger heilend über die klaffende Wunde gelegt hatte. Noch konnte ich mir nicht vorstellen, irgendwann einmal wieder fröhlich zu sein, dankbar zu sein für die Zeit, die wir miteinander verbringen durften. Dabei saß Jonah jetzt in diesem Moment neben mir. Ich musste nur die Finger nach ihm ausstrecken, um ihn zu berühren. Mich nur zu ihm beugen, um ihn zu küssen. 



Fazit:


Dieses Buch ist nicht nur empfehlenswert für Fans von Teil Eins.

Ein romantischer Winterroman, mit dem man sich einfach perfekt unter die Decke kuscheln kann!


Link zum Buch

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